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FFC Frankfurt-VfL Wolfsburg 1:0
Das Wunder blieb aus
Zwar konnte der 1. FFC Frankfurt am gestrigen Sonntag den ersten Sieg gegen den VfL Wolfsburg seit 2013 feiern, aber das Wunder nach dem 0:4 im CL-Halbfinal-Hinspiel letzte Woche blieb erwartungsgemäß aus.
Manchmal braucht es 90 Minuten bis zur endgültigen Versöhnung. Denn erst kurz vor Ende der regulären Spielzeit fiel das sehnlichst erhoffte 1:0 durch Marith Prießen gegen den VfL Wolfsburg, der erste Sieg gegen die Wölfinnen seit einer gefühlten Ewigkeit. Auch wenn nach dem 0:4 in Champions League-Halbfinal-Hinspiel vor einer Woche niemand am Brentanobad nach den zuletzt gezeigten Leistungen auch in der Bundesliga gegen Freiburg wirklich an ein Wunder glaubte – das Stadion war mit 3.720 Besuchern (die meisten darunter natürlich aus Frankfurt, angeführt von Oberbürgermeister Peter Feldmann, der vor Anpfiff den Sieg voraus sagte, Chapeau) bestens besucht und tatsächlich hatten sich die meisten darauf einschwören lassen, die Mannschaft noch stärker als sonst zu unterstützen.
Zwar waren die zuletzt fehlenden, oft spielentscheidenden Stammkräfte Garefrekes und Marozsán wieder im Team, dafür musste Trainer Matt Ross verletzungsbedingt auf Simone Laudehr und auch auf Peggy Kuznik verzichten. Keine guten Voraussetzungen für eine Aufholjagd. Aber versprochen war eh kein neuerliches CL-Finale, aber immerhin eine Wiedergutmachung. Und wahrhaftig: der Einsatz stimmte, es war viel Tempo im Spiel, nur wirklich Zwingendes ergab sich auf keiner Seite. Die einen wollten nicht wirklich (und lagen ja auch mit vier Toren vorn), die anderen konnten bei allem Willen offenbar nicht. So plätscherte das Spiel bei schönem Sonnenschein so dahin.
Gästetrainer Ralf Kellermann sprach in der Pressekonferenz von „einer ungewöhnlichen Situation unterhalb der Woche“ (was auch immer er damit gemeint haben mag, vielleicht mentale Schwierigkeiten, sich auf das Rückspiel richtig einzustellen) und gemessen daran habe man – Original-O-Ton – das Match „souverän runtergespielt“. Klingt professionell. „Wir haben aus dem Spiel heraus nichts zugelassen, konnten aber keine Nadelstiche setzen. Deshalb bin ich trotz Einzug ins Finale mit der Gesamtleistung heute unzufrieden. Die letzten zwanzig Minuten haben wir nur verwaltet.“ Wäre die Bundestrainerin im Stadion gewesen, keine der Spielerinnen, auch keine aus der Autostadt, hätte sich für höhere Aufgaben empfehlen können. Trotz der Wechsel (Ogimi für Crnogorcevic in der 46. Minuten) und Groenen für Störzel in der 68. Minute) änderte sich nicht viel im Spiel der Frankfurterinnen obwohl sie tatsächlich, da Wolfsburg nicht mehr wirklich nachsetzte, öfter in Strafraumnähe auftauchen konnten.
Ersparen wir uns aber das Aufzählen verpasster Möglichkeiten, erwähnen wir nur, dass Almuth Schult im Tor der Wolfsburgerinnen nur einmal ernsthaft von Kerstin Garefrekes geprüft wurde bevor dann quasi in letzter Minuten der Ball von Prießen regelrecht einschlug, was die Torfrau auch mit Flugeinlage (siehe Bild) nicht verhindern konnte. „Heute war vor allem wichtig, dass wir zeigen konnten, dass wir bei der Niederlage letztes Wochenende einen schlechten Tag erwischt hatten“, kommentierte Matt Ross das Match. „Wir waren hoch motiviert, wollten aggressiv agieren und ein frühes Tor erzielen. Letzteres ist uns nicht gelungen, umso wichtiger war es, dass wir doch noch gewonnen haben. Weil wir tatsächlich bis zur letzten Minute alles gegeben haben. Deshalb bin ich stolz auf das Team, die ganze Organisation und unser medizinisches Team, das rund um die Uhr gearbeitet hat. Deshalb haben wir heute den Sieg auch verdient.“ Ein Arbeitssieg, keine Frage. Aber es war ja auch am Tag der Arbeit.
Zwar waren die zuletzt fehlenden, oft spielentscheidenden Stammkräfte Garefrekes und Marozsán wieder im Team, dafür musste Trainer Matt Ross verletzungsbedingt auf Simone Laudehr und auch auf Peggy Kuznik verzichten. Keine guten Voraussetzungen für eine Aufholjagd. Aber versprochen war eh kein neuerliches CL-Finale, aber immerhin eine Wiedergutmachung. Und wahrhaftig: der Einsatz stimmte, es war viel Tempo im Spiel, nur wirklich Zwingendes ergab sich auf keiner Seite. Die einen wollten nicht wirklich (und lagen ja auch mit vier Toren vorn), die anderen konnten bei allem Willen offenbar nicht. So plätscherte das Spiel bei schönem Sonnenschein so dahin.
Gästetrainer Ralf Kellermann sprach in der Pressekonferenz von „einer ungewöhnlichen Situation unterhalb der Woche“ (was auch immer er damit gemeint haben mag, vielleicht mentale Schwierigkeiten, sich auf das Rückspiel richtig einzustellen) und gemessen daran habe man – Original-O-Ton – das Match „souverän runtergespielt“. Klingt professionell. „Wir haben aus dem Spiel heraus nichts zugelassen, konnten aber keine Nadelstiche setzen. Deshalb bin ich trotz Einzug ins Finale mit der Gesamtleistung heute unzufrieden. Die letzten zwanzig Minuten haben wir nur verwaltet.“ Wäre die Bundestrainerin im Stadion gewesen, keine der Spielerinnen, auch keine aus der Autostadt, hätte sich für höhere Aufgaben empfehlen können. Trotz der Wechsel (Ogimi für Crnogorcevic in der 46. Minuten) und Groenen für Störzel in der 68. Minute) änderte sich nicht viel im Spiel der Frankfurterinnen obwohl sie tatsächlich, da Wolfsburg nicht mehr wirklich nachsetzte, öfter in Strafraumnähe auftauchen konnten.
Ersparen wir uns aber das Aufzählen verpasster Möglichkeiten, erwähnen wir nur, dass Almuth Schult im Tor der Wolfsburgerinnen nur einmal ernsthaft von Kerstin Garefrekes geprüft wurde bevor dann quasi in letzter Minuten der Ball von Prießen regelrecht einschlug, was die Torfrau auch mit Flugeinlage (siehe Bild) nicht verhindern konnte. „Heute war vor allem wichtig, dass wir zeigen konnten, dass wir bei der Niederlage letztes Wochenende einen schlechten Tag erwischt hatten“, kommentierte Matt Ross das Match. „Wir waren hoch motiviert, wollten aggressiv agieren und ein frühes Tor erzielen. Letzteres ist uns nicht gelungen, umso wichtiger war es, dass wir doch noch gewonnen haben. Weil wir tatsächlich bis zur letzten Minute alles gegeben haben. Deshalb bin ich stolz auf das Team, die ganze Organisation und unser medizinisches Team, das rund um die Uhr gearbeitet hat. Deshalb haben wir heute den Sieg auch verdient.“ Ein Arbeitssieg, keine Frage. Aber es war ja auch am Tag der Arbeit.
2. Mai 2016, 10.30 Uhr
Detlef Kinsler
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