Omid Nouripour, Bundestagsabgeordneter und Eintracht-Anhänger beim EFC Bundesadler, sieht den Saisonbeginn unter keinem guten Stern. Dabei war seine Eintrittskarte in Berlin sogar ein Geschenk. Ein denkbar schlechtes.
Omid Nouripour /
Ich sollte an dem Tag gar nicht in Berlin sein. Arbeiten am Abschlussbericht des Euro Hawk-Untersuchungsausschuss haben mich aber doch in die Hauptstadt verschlagen. Kaum im Büro angekommen, ruft eine gute Freundin an.
„Ich habe Karten für das Eintracht-Spiel. Ich wollte dir damit ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk machen.“
„Hör mal, ich muss leider...“
„Im Gästeblock.“
„Bin unterwegs.“
Frühabends beim Abschied drückte ich sie ganz fest und bedankte mich für das beschissenste Geburtstagsgeschenk, das je jemand bekommen hat. Sie verstand mich.
Am nächsten morgen wachte ich auf und fühlte mich, als hätte ich nach vierzehn Runden Boxen mit Joe Frazier zwei Flaschen Uzo geext
Ich trage die Eintrittskarte des Hertha-Spiels immer mit mir herum. Wenn wir die ersten drei Punkte haben, werde ich sie sofort feierlich verbrennen. Vielleicht sollte ich wieder mit dem Rauchen anfangen, damit ich dann rechtzeitig ein Feuerzeug bei mir habe?
Dass die drei Punkte nicht gegen die Bayern kamen, hat den üblichen Grund: Fussball-M____-DFB. Oder wer hat letzte Saison den Bayern einfach so einen Elfer geschenkt?
Gefühlt sind wir Tripel-Sieger-Besieger. Nie mehr zweite Liga!