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Foto: Simin Tander & Jens Düppe © Gerhard Richter
Foto: Simin Tander & Jens Düppe © Gerhard Richter

Frankfurt-Ostend

Jens Düppe und Simin Tander in der Romanfabrik

Im vergangenen Dezember war Jens Düppe mit seinem Solo-Programm „ego_D“ im Frankfurter Salon zu Gast. Am 30. November bringt er mit Simin Tander eine ganz besondere Sängerin mit in die Romanfabrik.
Wenn Jens Düppe nicht mit seinem Quartett unterwegs ist, sondern solo auftritt, dann ist das eine ganz besondere Versuchsanordnung. Denn da spielt er „Schlagzeug und Piano und mehr zur selben Zeit“. Fragt man Düppe, wo das stilistisch zu positionieren sei, hat er verständlicherweise keine knappe Definition parat. „Da man den Musikstil Jazz heutzutage nicht mehr an bestimmten Instrumenten, einer bestimmten Melodie- oder Harmonieformung oder gar musikalischen Struktur fest machen kann, wäre mein Vorschlag für eine Definition: Jazz ist es dann, wenn diese grundlegende Offenheit allen möglichen musikalischen Richtungen gegenüber da ist, welche der Jazz von Anfang an besaß“, erklärt der Multiinstrumentalist, Komponist und Improvisator.

„Mein multi-instrumentales Solo hat genau diese Offenheit, alle Kompositionen sind von ganz unterschiedlichen Stilen und musikalischen Begegnungen meiner Kariere inspiriert.“ Was aber hat ihn besonders gereizt, dieses Soloprojekt neben der Studioaufnahme auch auf die Bühne zu bringen? „Dieses Solo war nie in dieser Form geplant, es ist einfach entstanden. Ganz alleine auf der Bühne klangmäßig einen Spannungsbogen über eine ganze Konzertlänge zu erschaffen, der die Menschen emotional auf eine Reise mitnimmt, das ist die große Herausforderung, der ich mich gerne in jedem Konzert immer wieder stelle.“ So hat ihn die Jazz-Zeitung zu „einem der innovativsten Vertreter der improvisierten Musik in Deutschland“ erklärt.

Das Publikum auf eine emotionale Reise mitnehmen

All das wird man am Samstag, den 30. November, um 19.30 Uhr auch erleben dürfen. Nur da heißt es „ego_D & Simin Tander“. Jens Düppe bringt Verstärkung mit. Simin Tander ist eine ganz besondere Vokalistin. Die preisgekrönte Künstlerin ist eine der erstaunlichsten Stimmen im europäischen Jazz. Sie „balanciert auf den Grenzen von Schmerz und Schönheit, von Anmut und Leidenschaft“ konnte man in der Augsburger Allgemeinen Zeitung lesen und singt mit einer Intensität, wie man sie nur selten findet.

Die deutsch-afghanische Sängerin und Komponistin singt auf Englisch und Paschtu/Afghaan. Mit ihrer einzigartigen Art zu Improvisieren, fernab vom traditionellen Scat-Gesang, kreiert Simin eine Klangwelt, voller Mystik und leidenschaftlicher Freiheit. „Lässige Rhythmen und hypnotischer Sound“ schrieb die Kölnische Rundschau nach einem Konzert. Denn das Duo überrascht das Publikum mit immer wieder neuen Klangkombinationen. „Es ist auch eine Reise zu mir, durch meine Gefühls- und Gedankenwelt und zu meinen afghanischen Wurzeln“, hat sie einmal im Interview erklärt.

Info
Simin Tander & Jens Düppe: „Drops Of Happiness“, Ffm, Romanfabrik, Samstag, 30.11., 19.30 Uhr, Eintritt: Solidarisches Preissystem mit 25 Euro (Förderpreis), 20 Euro (regulärer Preis), 15 Euro (Minimalpreis), 6 Euro (Schüler und Studierende)
 
Fotogalerie:
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19. November 2024, 09.30 Uhr
Detlef Kinsler
 
Detlef Kinsler
Weil sein Hobby schon früh zum Beruf wurde, ist Fotografieren eine weitere Leidenschaft des Journal-Frankfurt-Musikredakteurs, der außerdem regelmäßig über Frauenfußball schreibt. – Mehr von Detlef Kinsler >>
 
 
 
 
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