Gehobenes Wohnen im Wohnhochhaus: Das 60 Meter hohe AXIS im Europaviertel, am Ende der Europa-Allee, setzt mit 153 Wohneinheiten, einem Concierge, innovativer Heiztechnik und Hundewaschplatz neue Maßstäbe.
Nicole Brevoord /
Wie ein steiler weißer Zahn, mit Dekor in vier Grauschattierungen, reckt sich das Wohnhochhaus AXIS mit seiner Kalksteinfassade sechzig Meter hoch in die Luft und markiert damit an der linken Straßenseite den Schlusspunkt der Europa-Allee, wenn man der Innenstadt den Rücken kehrt. Dahinter liegt der Echsenpark, die neue Heimat der für die Bauarbeiten am ehemaligen Gleisbett umgesiedelten Mauereidechsen. Nicht weit davon entfernt, weiter nördlich, liegt das Rebstockbad und das Wohnwagencamp, in dem einhundert Flüchtlinge untergebracht sind. Vor Axis, also östlich erstreckt sich der leicht monotone Klötzchenbau, der für das Europaviertel so typisch ist, aber Investoren und zumeist betuchtere Wohnungssuchende nicht abzuschrecken scheint. Nur einen Katzensprung entfernt,im Süden, stehen die Arbeitersiedlungen des Gallus nebst unscheinbaren Reihenhäuschen, für Menschen mit knappem Budget.
Ein Vorreiter Vielleicht ist das Europaviertel nicht schön, aber die Entwicklung ist städteplanerisch wie soziologisch spannend. Vor dem Spatenstich vor zweieinhalb Jahren, als die Baupläne bekannt wurden, war AXIS so gut wie der einzige luxuriös ausgestattete Wohnturm in Frankfurt, mittlerweile sind andere Projekte nachgezogen, mit höheren Preisen.
Viele „liebevolle Details“ Nach Süden hin treppt die Fassade des Gebäudekomplexes ab, in dem 153 Wohneinheiten untergebracht sind und zu dem acht Townhouses gehören. In der Mitte gibt es einen begrünten Innenhof mit Wasserflächen, die für ein gutes Microklima sorgen sollen. Der Bauträger Wilma hat wirklich an alles gedacht: Etwa an die größte Wärmepumpe der Welt, die es dem Haus mittels eines Abwasserwärmetauschers ermöglicht, autark beheizt zu werden. Der Heizungsposten wird bei der Nebenkostenabrechnung nicht ins Gewicht fallen, wohl aber der Conciergeservice, der in der modernen und äußerst repräsentativ gestalteten Lobby angeboten wird. Tageslichtbäder, Balkone, „liebevolle Details“, wie Projektleiter Mike Meza, es nennt. Dazu gehört auch der Hundewaschplatz in der Tiefgarage mit 188 Stellplätzen und Fahrradgarage: ein weiß gekachelter Raum mit Waschbecken und einer Rampe, die Bello hinauf ins Nasse führt. Erst „ein Marketinggag“, wie Peter Reiter von Wilma zugibt, doch nun sei es ein überzeugendes Detail. 60 bis 500 Quadratmeter sind die Wohnungen groß, sie seien flexibel einteilbar und zu 85 Prozent bereits verkauft. Zunächst habe man die unteren sieben Etagen vermarktet, jetzt, da die ersten vierzig Wohnungen an die vorwiegend Privateigentümer übergeben worden seien, preise man die Wohnungen in den oberen Etagen an – samt des schon beschriebenen Ausblicks. Die unteren Wohnungen waren nach dem heutigen Ermessen, so sagt Wilma, mit 3000 Euro pro Quadratmeter fast zu günstig. Für das 19. Obergeschoss müsste man aber schon 9600 Euro pro Quadratmeter ausgeben.
Wer von einem Reihenhäuschen in Innenstadtnähe mit etwas Rasen vor der Tür träumt, für den hätte eines der acht – jetzt schon vergebenen – Townhouses perfekt sein können. Mit Garten, einer auf zwei Etagen verteilten Wohnfläche von 170 Quadratmetern und Dachterrasse muss einem der Reihenhaustraum schon zwischen 750.000 und einer knappen Million Euro wert sein. Dafür kann man von der elitären Dachterrasse auf die Reihengärten im Gallus hinabblicken. Frankfurt ist eben eine Stadt der harten Kontraste.
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