Künftig sollen nicht nur neu gebaute Wohnungen gefördert werden, sondern auch Wohnraum im Bestand. Damit sollen Familien bezahlbaren Wohnraum bekommen. Wie viele Belegrechte die Stadt kaufen soll, ist noch unklar.
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Bezahlbarer Wohnraum wird in Frankfurt ein rares Gut, weil die Mieten steigen. Das liegt auch daran, dass die Anzahl der geförderten Wohnungen in der Stadt fällt - obwohl die ABG Frankfurt Holding neue baut und die Stadt Belegrechte kauft. Bisher gibt es zwei Modelle für den geförderten Wohnungsbau: Sozialwohnungen und das Mittelstandsprogramm für Familien und Senioren. Nun will Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) letzteres auch auf Bestandswohnungen ausweiten. Wie er am Mittwoch mit ABG-Chef Frank Junker im Römer ankündigte, soll die Stadt Belegrechte kaufen.
Das bedeutet konkret: Wenn ein Vermieter zum Beispiel 8,50 Euro pro Quadratmeter fordert, zahlt der Mieter einer solchen geförderten Wohnung nur 5,50 Euro und die Stadt übernimmt die Differenz. Die Stadt will sich die Kosten mit dem Land teilen. Die Obergrenze für eine bezuschusste Miete soll bei zehn Euro liegen.
Aber der Vorschlag ist noch graue Theorie. Weder gibt es genaue Zahlen, wie viele Belegrechte die Stadt kaufen will, noch was das kosten soll und darf. Die Details sollen noch im Magistrat abgestimmt werden.