"Ob es klug war, das letzte Freundschaftsspiel vor der Saison in die Tropen zu verlegen? Nichts anderes war das Aua in Aue. Tausend Grad Celsius in Unterzahl. Und der Pokal wird sowieso überschätzt, seit Lajos Détári nach Griechenland abgewandert ist", meint Omid Nouripour in seinem Bundesadler-Blog.
Omid Nouripour /
Immerhin setzt die Niederlage im Erzgebirge die viel zittierten physikalischen Gesetze wieder in Kraft: Oka steht zwischen den Pfosten.
Apropos Pfosten: Das DFB-Schiedsgericht sperrt über zwanzigtausend Eintracht-Fans aus dem Stadion, weil... ja warum eigentlich? „Die Eintracht ist mit ihren Fans geschlagen“, sagte DFB-Richter Lorenz in erster Instanz als Begründung. Gleichzeitig gibt der DFB zu, dass die Eintracht mehr gegen Krawall macht, als die Auflagen hergeben, die bestrafte Platzsturm in Aachen ein „positiver“ war, dass viele der Gewalttäter mit der Eintracht nichts zu tun haben...
Dass in Karlsruhe eine berittene (ja, echte Pferde!) Staffel der Polizei das Spielfeld stürmte, dass der DFB seine Versprechen zu einer sachlichen Diskussion um Pyro-Technik vergessen hat, dass die Innenminister der Länder den Einsatz von Wasserwerfern vor den Kurven diskutieren: Das alles spielt in der Debatte ja keine Rolle.
Nicht die Eintracht ist mit ihren grandiosen Fans geschlagen, sondern der Fußball mit Funktionären, die anscheinend seit Jahren nicht mehr aus ihren VIP-Lounges rausgekommen sind. So aber starten wir in unsere Erstliga-Saison (2. Liga? War was?) mit einem halben Spiel, bei dem viele der Fans ausgesperrt werden.
Der bundesAdler-Eintracht Frankfurt Fanclub im Deutschen Bundestag hat beschlossen, nicht zum Leverkusen-Spiel zu fahren. Wir werden unseren „Antrittsbesuch“ seit Gründung und Anerkennung als offizieller Fanclub beim zweiten Heimspiel erst machen, wenn es gegen den HSV geht. Also beim ersten „ganzen“ Heimspiel.