Statt 50 Euro für zwei Jahre kostet der Bewohnerparkausweis ab Mittwoch 240 Euro. Wer in Frankfurt einen neuen braucht, sollte sich also schleunigst darum bemühen, ihn noch zum alten Preis zu erwerben.
Sina Claßen /
Bereits im Sommer hatte der Magistrat einige Neuregelungen beim Parken beschlossen und dem Stadtparlament zur Abstimmung vorgelegt. Ab Mittwoch, den 10. Januar, ist es soweit: Mit dem Eintreten der neuen Gebührenverordnung der Stadt Frankfurt zahlen Anwohnerinnen und Anwohner künftig 240 statt 50 Euro für den Parkplatz vor der eigenen Haustür, gerechnet auf zwei Jahre. Somit steigen die Kosten für den sogenannten Bewohnerparkausweis um mehr als das Vierfache.
„Damit passen wir, wie von den Stadtverordneten am 20. Juli 2023 beschlossen, die Gebührenhöhe erstmals seit 20 Jahren an“, teilte Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert (Die Grünen) am Dienstag mit. Mit zehn Euro pro Monat sei die Gebühr weiterhin „maßvoll“, sagte er. Man habe sich an vielen anderen deutschen Städten orientiert, beispielsweise Wiesbaden und Darmstadt, die ebenfalls 120 Euro pro Jahr verlangen. Zuletzt waren auch im hessischen Fulda und Offenbach die Kosten gestiegen.
Mobilitätsdezernent Siefert: Gebühren weiterhin „maßvoll“
Wer in Frankfurt also noch einen neuen Ausweis zum Parken benötigt, hat am Dienstag, den 9. Januar, nun die letzte Gelegenheit, diesen zum alten Preis von 50 Euro zu erwerben. Ab dem 15. Januar kann der Ausweis dann jeweils für einen Gültigkeitszeitraum von sechs, zwölf oder 24 Monaten auch digital beantragt, verlängert oder geändert werden.
Während sich an den allgemeinen Parkgebühren im öffentlichen Raum nichts ändert, soll auch ein 24-Stunden-Ticket für Bereiche ohne Höchstparkdauer – ergo außerhalb der Innenstadt – eingeführt werden. Außerdem soll es Selbstständigen ermöglicht werden, einen Gewerbeparkausweis zu beantragen, mit dem sie ihre Autos wiederum auf Parkflächen abstellen dürfen, die für Bewohnerinnen und Bewohner gekennzeichnet sind.
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