Der Technologiekonzern Siemens erweitert seinen Standort in Frankfurt um zusätzliche Produktionsflächen. Dadurch entstehen neue Arbeitsplätze.
Till Geginat /
Der Industriestandort Frankfurt wächst: Der Technologiekonzern Siemens AG investiert 100 Millionen Euro in seinen Standort in der Mainmetropole. Das verkündete das Unternehmen am Donnerstag (13. Juni). Das Geld soll in den Ausbau des Schaltanlagenwerks in Fechenheim fließen, das mit dem Zukauf eines 3,5 Hektar großen Gebietes samt Gebäuden im Ostend erweitert wird. Bis 2027 sollen so 400 neue Arbeitsplätze entstehen.
Die gekaufte Liegenschaft in der Daimlerstraße befindet sich circa einen Kilometer Luftlinie vom Stammwerk in der Carl-Benz-Straße entfernt. Rund 13 000 des 15 500 Quadratmeter großen Gebäudebestandes sollen für Produktionshallen verwendet werden; weitere 2500 Quadratmeter sind für Büros vorgesehen. Das Areal verfügt über einen Zugang zum Osthafen und einen Gleisanschluss. Der neue Standort soll dabei mit dem ursprünglichen Schaltanlagenwerk eine Einheit bilden.
Siemens in Frankfurt plant Dekarbonisierung bis 2025
Der Produktionsbeginn in den neuen Werkshallen ist laut Konzern für Anfang 2025 vorgesehen. Dort sollen dann ebenfalls sogenannte gasisolierte Schaltanlagen produziert werden, die in Umspannwerken und Schaltstationen eingesetzt werden. Sowohl die hergestellten Produkte als auch die neuen Werksgebäude würden nachhaltig gestaltet, führte Siemens aus. Bis 2025 ist eine völlige Dekarbonisierung am Osthafen geplant. Im vergangenen Jahr investierte das DAX-Unternehmen bereits 30 Millionen Euro in seinen Frankfurter Bestand. Damit wurden ein neues Hochgeschwindigkeitslager gebaut und zusätzliche Produktionsflächen geschaffen.
„Die weitere Gebäudefläche ermöglicht nicht nur den Aufbau einer zusätzlichen Montagelinie und schafft Platz für ein Kundenabnahmezentrum, sondern stärkt auch den Standort und bringt neue Arbeitsplätze, die in der Region benötigt werden“, sagte Oberbürgermeister Mike Josef (SPD). Wirtschaftsdezernentin Stephanie Wüst (FDP) begleitete die Übergabe des Areals von der städtischen Hafengesellschaft HFM an den neuen Eigentümer Siemens: „Es ist eine positive Nachricht für unsere Stadt und unseren Standort, dass wir eine so attraktive Fläche für die Erweiterung eines ansässigen Unternehmens bereitstellen konnten.“