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Mehrwertsteuererhöhung

„Profitieren werden Fast-Food-Ketten“

Die Ampelregierung will die Mehrwertsteuer von 7 auf 19 Prozent anheben. Das JOURNAL spricht mit Sascha Euler vom naïv über die Sorgen der Gastro-Szene in Frankfurt.
JOURNAL FRANKFURT: Herr Euler, haben Sie die Folgen der Corona-Pandemie mittlerweile überstanden?
Sascha Euler: Unsere Pizzeria und die „Event Location & Tasting Room“ haben wir erst 2019 fertiggestellt. Hierfür haben wir keine Hilfen angerechnet bekommen. Ohne einen sechsstelligen Kredit und unseren fairen Vermieter hätten wir das nicht überstanden. Jetzt zahlen wir den Kredit ab; wenn man so will, haben wir weiter an den Folgen der Pandemie zu arbeiten.

Welche Rolle bzw. Verbesserung der Situation spielte dabei die Senkung der Mehrwertsteuer auf sieben Prozent?

Eine große Rolle – 12 Prozent, die man mehr zur Verfügung hat. Damit halten wir die Preise.

Die Ampel will die Mehrwertsteuer wieder auf 19 Prozent erhöhen. Was bedeutet das für Sie?
Ich denke, es gibt hier keine andere Wahl. Sämtliche Kosten sind inflations- und krisenbedingt in den vergangenen zwei Jahren gestiegen… Preiserhöhungen werden direkte Auswirkungen auf die Kunden haben – diese werden weniger häufig kommen oder weniger bestellen. Der Umsatz wird zurückgehen und kleinere Betriebe werden das nicht schaffen.

Fast-Food-Ketten profitieren von der höheren Mehrwertsteuer

Betreiber von Betrieben, die stark abhängig von Stammgästen sind, werden sich nicht trauen, die Preise zu erhöhen – das führt wahrscheinlich zum Abbau der Qualität. Zeitversetzte Konsequenz, Gäste bleiben dann auch aus. Die Preise sind aufgrund der Inflation sowieso schon angepasst worden.

Also noch weniger Gäste werden sich das leisten können …
Exakt – profitieren werden Fast-Food-Ketten, die weiter über die To-Go-Lösung mit 7 Prozent MwSt. arbeiten können. Hier werden sich Leute die „günstigere” Alternative suchen. Gleichzeitig wird der Eindruck entstehen, dass hier die Preise stabil geblieben sind.

„Wir versuchen, hier proaktive Lösungen zu erarbeiten“

Sind das derzeit die einzigen Probleme, mit denen Sie zu kämpfen haben? Wie sieht es mit den Anwohnern rund um das Fischerplätzchen aus?
Die Probleme sind leider nicht vom Tisch und wetterbedingt nur „verschoben“. Wir versuchen, hier proaktive Lösungen zu erarbeiten, leider sind die oder eher der Beschwerdeführer nicht offen für ein Gespräch. Die Gastronomie ist nicht nur eine Branche, die Essen und Getränke anbietet, sondern sie ist ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens und hat eine Vielzahl von Bedeutungen für die Gesellschaft. Deshalb wird es hier noch Gesprächspotential geben. Das sind dann unsere Aufgaben für 2024.
 
Fotogalerie:
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13. November 2023, 11.00 Uhr
Katja Thorwarth
 
Katja Thorwarth
Die gebürtige Frankfurterin studierte an der Goethe-Uni Soziologie, Politik und Sozialpsychologie. Ihre journalistischen Schwerpunkte sind Politik, politisches Feuilleton und Meinung. Seit März 2023 Leitung online beim JOURNAL FRANKFURT. – Mehr von Katja Thorwarth >>
 
 
 
 
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