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Foto: © Adobestock/ haitaucher39
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Ermittlungen wegen Veruntreuung

Razzia im Umfeld der Eintracht Frankfurt

Wegen des Verdachts auf Veruntreuung und Bestechlichkeit wurden Objekte im Umfeld des Vereins durchsucht. Eine „schwarze Kasse“ steht im Fokus der von der Staatsanwaltschaft Frankfurt geführten Ermittlungen.
Wegen des Verdachts der Veruntreuung zum Nachteil des Vereins Eintracht Frankfurt e.V. und der „Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr“ wurden am Montagmorgen mehrere Objekte durchsucht. Die Maßnahmen fanden an fünf Standorten im Frankfurter Stadtgebiet sowie an einem weiteren Standort in Wiesbaden statt. Insgesamt waren 15 Einsatzkräfte der Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums beteiligt. Nach Angaben der Ermittler konnten dabei zahlreiche Beweismittel sichergestellt werden, die nun ausgewertet werden.

Auslöser der Ermittlungen war eine Selbstanzeige des Vereinspräsidiums. Dieses hatte im Zuge interner Untersuchungen von einer sogenannten „schwarzen Kasse“ erfahren. Die Kasse soll über Jahre hinweg ohne offizielle Buchführung existiert haben. Der Skandal betrifft die Tennisabteilung des Traditionsvereins, die einen geheimen „Sonderfonds“ verwaltet haben soll. Laut den Ermittlungen beläuft sich das jährliche Volumen der Kasse auf 25 000 Euro. Insgesamt sollen sechs Personen in den Fall verwickelt sein, die den Fonds über einen Zeitraum von sieben Jahren genutzt haben.

Zahlungen gegen Vergabe von Handwerkeraufträgen

Doch der Fall geht offenbar noch weiter: Im Jahr 2023 sollen zusätzlich Zahlungen im mittleren vierstelligen Bereich über die offiziellen Vereinskonten abgewickelt worden sein – mutmaßlich als Gegenleistung für die Vergabe von Handwerkeraufträgen. Diese Gelder wurden offiziell als Sponsoring deklariert, was den Verdacht der Verschleierung nahelegt. Auch für die Jahre 2024 bis 2026 sollen bereits weitere Zahlungen dieser Art versprochen worden sein.

Neben den Ermittlungen gegen die sechs Beschuldigten prüft die Staatsanwaltschaft auch die internen Abläufe des Vereins. Dabei steht die Frage im Raum, ob die Staatsanwaltschaft ein Bußgeldverfahren wegen fehlender Compliance-Strukturen gegen den Verein einleitet. „Die Durchsuchungsmaßnahmen richten sich ausdrücklich nicht gegen den Verein Eintracht Frankfurt e. V., der die Ermittlungen durch umfassende Kooperation unterstützt und relevante Unterlagen freiwillig zur Verfügung gestellt hat", heißt es in der Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft.

Eintracht Frankfurt reagiert: ernste Angelegenheit

Auch der Verein meldet sich in einer Stellungnahme zu Wort und erklärt die Vorwürfe als ernste Angelegenheit. Kurz nach der Wahl des neuen Präsidiums im Jahr 2024 habe dieses Hinweise erhalten, dass es in der Tennisabteilung des Vereins zu Unregelmäßigkeiten gekommen sei. Ein von der Eintracht eingesetzter Verwaltungsrat und Revisionsausschuss sei diesen Unregelmäßigkeiten auf den Grund gegangen. Der von einer externen Rechtsanwaltskanzlei unterstützte Revisionsausschuss habe die Vorwürfe bestätigt und sich bei den Behörden gemeldet.
 
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20. Januar 2025, 12.23 Uhr
Till Taubmann
 
Till Christian Taubmann
Jahrgang 1997, Studium in Kommunikationsdesign an der Hochschule Mainz, Arbeit als freier Illustrator, seit Januar 2023 beim JOURNAL FRANKFURT. – Mehr von Till Christian Taubmann >>
 
 
 
 
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