Es ist offiziell: Die Frankfurt Fashion Week wird es nicht mehr geben. Um dem Modehandel dennoch einen Ort in der Stadt zu geben, soll der Bethmannhof künftig zweimal jährlich mit Trading- und Order-Tagen bespielt werden.
Sinem Koyuncu /
Die Frankfurt Fashion Week wird es nicht mehr geben. Das gab Wirtschaftsdezernentin Stephanie Wüst (FDP) bei einer Pressekonferenz am Dienstag bekannt. Man habe festgestellt, dass die Stadt nicht so aufgestellt sei, um der Fashion Week zu ihrem überregionalen Erfolg zu verhelfen. „Es ist nicht die Aufgabe der Stadt, Messen zu veranstalten“, sagt Wüst zudem bei einem Hintergrundgespräch im Bethmannhof.
Neues Kreativzentrum als Ort für den lokalen Modehandel
Um dem Modehandel in der Stadt dennoch einen Raum zu geben, wird es künftig zweimal pro Jahr sogenannte Trading- und Order-Tage im Bethmannhof geben. Florian Jöckel, Gründer des Massif Central, wird hier ein neues Kreativzentrum eröffnen und den Händlern jeweils im November und im April eine Plattform bieten.
Um jedoch keine falschen Erwartungen zu wecken, will Jöckel sich vom Begriff Fashion Week distanzieren. „Frankfurt ist nicht Mailand, Paris oder New York“, sagt er. Vielmehr sollen auch lokale Modeläden und Labels dabei sein können – glamouröse Modenschauen will er nicht veranstalten. „Wenn jemand allerdings eine Modenschau veranstalten will, dann kann er das gerne tun“, so Jöckel.