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5000 neue Abos gefordert
Satiremagazin „Titanic“ droht Konkurs – Aufruf zur Unterstützung
Das bekannte Satiremagazin „Titanic“ steht vor dem Aus. Eine eigens veranlasste Rettungsaktion soll dem Blatt nun helfen. Dafür seien 5000 neue Abonnements nötig.
Und wieder einmal steht eine Titanic vor dem Untergang – nur, dass es diesmal kein großer Meereskreuzer ist und ein Pleitegeier das Hindernis darstellt und kein Eisberg. Die Rede ist von dem bekannten Satiremagazin „Titanic“, das laut eigenem Bekunden vor dem Aus steht.
Als Gründe für den drohenden Bankrott gibt das Magazin – in gewohnt satirischem Stil – die allgemeine Printkrise, die Inflation, steigende Papierpreise und „seltene Erden für die TITANIC-Büropflanzen und Massagesessel für die Chefredaktion“ an. Die „Titanic“, deren redaktioneller Sitz in Frankfurt ist, bittet deshalb seine Leserinnen und Leser, aber auch alle anderen um Unterstützung.
5000 neue Abos sollen „Titanic“ vor dem vorzeitigen Aus bewahren
Dem Aufruf zufolge seien 5000 neue Abonnements vonnöten, um dem Eisberg – Pardon! – dem Pleitegeier ein Schnippchen zu schlagen. Den Unterstützungswilligen stehen fünf Möglichkeiten zur Verfügung, um der „Titanic“ zu helfen: Der Abschluss eines Heft-Abonnements für Print oder in der App, ein Paket auf der Unterstützungsplattform Steady, eine direkte Geldspende via Paypal oder eine Anzeige schalten beziehungsweise weitervermitteln. Bei Letzterem ist sogar eine Provision zu erhalten. Auch kann ein original „Titanic“-Retter-Shirt im Shop erworben werden. Nähere Informationen zu den Rettungsringen gibt es hier.
Wie die FAZ zuerst berichtete, taumelt das Satiremagazin seit zwei Monaten in finanziell gefährlichen Gewässern. Der ehemalige Chefredakteur, Oliver Maria Schmitt, sagte der Zeitung, dass die verkaufte Auflage auf rund 15 000 Exemplare zurückgegangen sei und die Papier- und Druckkosten sich verdreifacht hätten. 20 000 Euro minus mache die „Titanic“ pro Monat, während Redakteure und Autoren auf ihr Geld warten würden. Nur in Einzelfällen würden noch Gehälter ausgezahlt werden.
Einmonatige Social-Media-Kampagne soll Wichtigkeit der „Titanic“ aufzeigen
Im Laufe der Jahre, so Schmitt weiter, wären einige Schwierigkeiten zusammengekommen. So gebe es für „Titanic“-Leser interessante Anzeigen für Rauchwaren, Alkoholika und Kleinwagen nicht mehr und auch die öffentlich-rechtliche Konkurrenz von Böhmermann oder der „heute show“, die sich dank des Rundfunkbeitrages nicht selbst finanzieren müsste, „grätsche uns massiv rein“, so Schmitt.
Dazu komme das schon lange veränderte „Satire-Nutzungsverhalten“, was ein monatlich erscheinendes Magazin mit einem redaktionellen Vorlauf von einer Woche schwerlich bedienen könne, wird Schmitt zitiert. Daher müsse überlegt werden, wie eine „Titanic 5.0“ aussehen könnte.
Laut dem hr, der mit der aktuellen Chefredakteurin Julia Mateus sprach, soll eine Social-Media-Kampagne mit vergangenen „Titanic“-Covern, Figuren und Bildern zeigen, wie eine Welt aussieht, in der das Satiremagazin fehlt. Die Aktion sei dabei auf einen Monat beschränkt. Prominente Unterstützer gebe es bereits – wie Schauspielerin Maren Kroymann. Und auch Jan Böhmermann, von der öffentlich-rechtlichen Konkurrenz, scheint dem Magazin helfen zu wollen.
Als Gründe für den drohenden Bankrott gibt das Magazin – in gewohnt satirischem Stil – die allgemeine Printkrise, die Inflation, steigende Papierpreise und „seltene Erden für die TITANIC-Büropflanzen und Massagesessel für die Chefredaktion“ an. Die „Titanic“, deren redaktioneller Sitz in Frankfurt ist, bittet deshalb seine Leserinnen und Leser, aber auch alle anderen um Unterstützung.
Dem Aufruf zufolge seien 5000 neue Abonnements vonnöten, um dem Eisberg – Pardon! – dem Pleitegeier ein Schnippchen zu schlagen. Den Unterstützungswilligen stehen fünf Möglichkeiten zur Verfügung, um der „Titanic“ zu helfen: Der Abschluss eines Heft-Abonnements für Print oder in der App, ein Paket auf der Unterstützungsplattform Steady, eine direkte Geldspende via Paypal oder eine Anzeige schalten beziehungsweise weitervermitteln. Bei Letzterem ist sogar eine Provision zu erhalten. Auch kann ein original „Titanic“-Retter-Shirt im Shop erworben werden. Nähere Informationen zu den Rettungsringen gibt es hier.
Wie die FAZ zuerst berichtete, taumelt das Satiremagazin seit zwei Monaten in finanziell gefährlichen Gewässern. Der ehemalige Chefredakteur, Oliver Maria Schmitt, sagte der Zeitung, dass die verkaufte Auflage auf rund 15 000 Exemplare zurückgegangen sei und die Papier- und Druckkosten sich verdreifacht hätten. 20 000 Euro minus mache die „Titanic“ pro Monat, während Redakteure und Autoren auf ihr Geld warten würden. Nur in Einzelfällen würden noch Gehälter ausgezahlt werden.
Im Laufe der Jahre, so Schmitt weiter, wären einige Schwierigkeiten zusammengekommen. So gebe es für „Titanic“-Leser interessante Anzeigen für Rauchwaren, Alkoholika und Kleinwagen nicht mehr und auch die öffentlich-rechtliche Konkurrenz von Böhmermann oder der „heute show“, die sich dank des Rundfunkbeitrages nicht selbst finanzieren müsste, „grätsche uns massiv rein“, so Schmitt.
Dazu komme das schon lange veränderte „Satire-Nutzungsverhalten“, was ein monatlich erscheinendes Magazin mit einem redaktionellen Vorlauf von einer Woche schwerlich bedienen könne, wird Schmitt zitiert. Daher müsse überlegt werden, wie eine „Titanic 5.0“ aussehen könnte.
Laut dem hr, der mit der aktuellen Chefredakteurin Julia Mateus sprach, soll eine Social-Media-Kampagne mit vergangenen „Titanic“-Covern, Figuren und Bildern zeigen, wie eine Welt aussieht, in der das Satiremagazin fehlt. Die Aktion sei dabei auf einen Monat beschränkt. Prominente Unterstützer gebe es bereits – wie Schauspielerin Maren Kroymann. Und auch Jan Böhmermann, von der öffentlich-rechtlichen Konkurrenz, scheint dem Magazin helfen zu wollen.
8. September 2023, 15.20 Uhr
Till Geginat
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Till Geginat
Jahrgang 1994, Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Goethe Universität Frankfurt, seit November 2022 beim JOURNAL FRANKFURT. Mehr von Till
Geginat >>
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In der Taunusstraße bietet das „Massif Central“ ab sofort modern ausgestattete Büroflächen zur Miete an. Dort soll zentrales und flexibles Arbeiten in Frankfurt möglich sein.
Text: Sina Claßen / Foto: Geschäftsführer Florian Joeckel vor dem neuen „Massif W“ in der Taunusstraße 21 © Massif Central
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