Mit einer deutlichen Mehrheit wurde Grünen-Politikerin Nargess Eskandari-Grünberg am Mittwochabend zur Kandidatin für die kommende Oberbürgermeisterwahl bestimmt.
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Die Frankfurter Grünen haben die gebürtige Iranerin auf ihrem Parteitag am Mittwoch zu ihrer Kandidatin zur kommenden Oberbürgermeisterwahl gekürt. Mit 89 Prozent der Stimmen erhielt Eskandari-Grünberg die deutliche Mehrheit. Einen Gegenkandidaten gab es bei der Wahl im Galllus Theater nicht.
„Nargess ist die vom Vorstand vorgeschlagene Kandidatin. Das grandiose Wahlergebnis zeigt, dass sie die Wunschkandidatin der Frankfurter Grünen ist. Das ist eine großartige Unterstützung für den bevorstehenden Wahlkampf, auf den wir uns freuen“, so Bastian Bergerhoff, Vorstandssprecher der Frankfurter Grünen. Seine Parteikollegin Marina Ploghaus lobte das bisherige politische Wirken von Eskandari-Grünberg in der Stadt: „Sie engagiert sich seit Jahren politisch für Frankfurt. Sie war Stadtverordnete und Integrationsdezernentin. Sie sucht immer den direkten Austausch mit den Frankfurterinnen und Frankfurtern. Sie steht für die Weltoffenheit, den Mut und die Neugierde, die diese Stadt und ihre Menschen ausmachen“.
Welche Themen der frisch gekürten Kandidatin besonders wichtig sind, gab sie in einer kurzen Erklärung anlässlich ihrer Nominierung bekannt: Europa, Frankfurt als Wirtschaftsstandort, die Ausweitung des RMV-Schülertickets auf jeden Frankfurter und neue Lärmschutzkonzepte in verkehrsstarken Wohngebieten.
„Ich möchte die erste Migrantin sein, die in Frankfurt zur Oberbürgermeistern gewählt wird“, bekundete Eskandari-Grünberg bereits Anfang März, als sie ihr Interesse am höchsten Amt der Stadt bekannt gegeben hatte. Die gebürtige Iranerin war 1985 aus ihrem Heimatland geflohen. Im März 2018 tritt sie nun aller Voraussicht gegen Amtsinhaber Peter Feldmann (SPD) und Bernadette Weyland (CDU) an, die allerdings noch offiziell von ihren Parteien bestimmt werden müssen.