Tödliche Geisteraustreibung

Exorzismus-Fall: Kein zweites Opfer

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Die Schwester des Exorzismus-Opfers hatte sich nur in einer Garage versteckt – und aus Angst vor Geistern nicht mehr herausgetraut. Ursprünglich hatten die Ermittler angenommen, sie sei dort festgehalten worden.

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In einem Frankfurter Hotel war eine Südkoreanerin bei einer versuchten Geisteraustreibung ums Leben gekommen. Fünf Menschen, die an der Tat beteiligt waren, wurden Anfang Dezember deswegen wegen Mordverdacht festgenommen. Sie sollen das Opfer über Stunden misshandelt haben, bis es schließlich erstickte. Da ging die Staatsanwaltschaft auch noch von einem zweiten Opfer aus, der Schwester der Verstorbenen. Sie war in der Garage eines Hauses in Sulzbach aufgefunden worden, das die Exorzistenfamilie angemietet hatte – unterkühlt und kurz vor dem Verdursten. Nach derzeitigen Erkenntnissen soll sich die 41-Jährige aber selbst in diese Lage gebracht haben. Sie habe ausgesagt, so eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt, spazieren gewesen zu sein und sich danach nicht mehr in das Haus zurückgetraut zu haben, weil sie dort Geister vermutete. Aus dieser Angst heraus habe sie zwei Tage in der unbeheizten Garage verbracht, was ihren erbarmungswürdigen Zustand erkläre.


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