Nach den monatelangen Querelen zwischen der Stadt und den Besetzern des ehemaligen Jugendzentrums in der Varrentrappstraße in Bockenheim, haben sich die Beteiligten auf eine Lösung geeinigt. Einem Umzug der Initiative »Faites votre jeu!« in das ehemalige Gefängnis in der Klapperfeldstraße (Foto) steht nun nichts mehr im Wege.
Jasmin_Takim /
An den abschließenden Verhandlungen nahmen Vertreter der Initiative sowie Bildungsdezernentin Jutta Ebeling (Grüne) und ihr persönlicher Referent Michael Damian teil. Das Gespräch wurde auch von Prof. Micha Brumlik als Vermittler begleitet. Gegenstand der Verhandlungen war, zu welchen Bedingungen die Initiative das besetzte Haus in der Varrentrappstraße 38 verlässt und in die Klapperfeldstraße umzieht.
Neben dem gesamten Erdgeschoss, allen Kellerräumen und Höfen des Gebäudes wird der Initiative zugesichert, bei Bedarf eine Vergrößerung der Räume zu gewährleisten. Ab nächster Woche wird eine Fachfirma die Heizungsanlage für das Erdgeschoss aktivieren, außerdem sollen durch den Abbau von zwei Zwischenwänden zwei große Ausstellungsräume entstehen. Nach Abschluss der Arbeiten, spätestens zum 1. März, sollen die Besetzer aus der Varrentrappstraße ausgezogen sein.
Der Nutzungsvertrag ist vorerst auf zwei Jahre beschränkt, verlängert sich jedoch automatisch, sofern keine Verkaufsoptionen vorliegen, wie etwa das Klapperfeld in ein Justizzentrum zu integrieren. Die Räumlichkeiten werden der Initiative mietfrei überlassen; an den Heizkosten soll sich „Faites votre jeu!“ nur dann beteiligen, wenn aus ihren Veranstaltungen ein Gewinn hervorgeht.
Darüber hinaus wurde die Rücknahme der Strafanzeige gegen die Nutzer des selbstverwalteten Kunst- und Kulturzentrums zugesagt, sobald der Mietvertrag unterzeichnet ist.
„Mit der nun gefundenen Lösung kann noch vor dem Sommer mit dem Umbau für die Frankfurter Schule für Mode und Bekleidung begonnen werden“, so Bürgermeisterin Jutta Ebeling.