Nie wieder ist jetzt: Mit einer Veranstaltung am 6. Mai in der Paulskirche wollen die Frankfurter Kultur- und Wissenschaftsinstitutionen ein gemeinsames Zeichen setzen.
Nach Grußworten des Oberbürgermeisters Mike Josef, Kulturdezernentin Ina Hartwig und Marc Grünbaum, Vorstand der Jüdischen Gemeinde, folgen elf Lesungen, unter anderen von Mirjam Wenzel (Jüdisches Museum) aus Hannah Arendts Essays „Die verborgene Tradition“, von Willy Praml (Theater Willy Praml) aus Adornos „Zur Bekämpfung des Antisemitismus heute“ und Markus Fein (Alte Oper) aus Jean Amérys „Der neue Antisemitismus“.
Frankfurt: Jüdinnen und Juden Frankfurts erleben neue Welle der Diskriminierung
Seit den Gräueltaten des 7. Oktobers ist über ein halbes Jahr vergangen, viele Jüdinnen und Juden Frankfurts erleben seither eine neue Welle der Diskriminierung und der Gewaltbereitschaft. Sie berichten von öffentlichen Beleidigungen, Einschüchterungen und tätlichen Angriffen. Bereits am 10. Dezember setzten die Kulturinstitutionen mit einer kilometerlangen Lichterkette entlang des Mains ein Zeichen der Solidarität. Zusammen mit rund 5000 Bürgerinnen und Bürgern demonstrierten sie, dass die Stadtgesellschaft über alle Grenzen hinweg zusammensteht.
Die Veranstaltung am 6. Mai beginnt um 20 Uhr, Einlass ist ab 19.15 Uhr. Für interessierte Bürgerinnen und Bürger steht ein begrenztes Ticketkontingent in der Bürgerberatung (Hinter den Lämmchen 6, Öffnungszeiten: Mo bis Fr von 10 bis 18 Uhr) zur Verfügung. Bei der Abholung sind die Personalien anzugeben und ein gültiger Lichtbildausweis vorzuzeigen. Der Eintritt ist frei.