Ein neues Kuratorium soll das Deutsche Filminstitut fortan politisch, gesellschaftlich, kulturell und finanziell unterstützen. Den Ehrenvorsitz von „Filmbildung – Jetzt!“ hat Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU).
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Gleich am Gründungsabend kamen 180.000 Euro Fördergelder zusammen. Der Start für das neue Kuratorium „Filmbildung – Jetzt!“ des Deutschen Filminstituts ist also gelungen. Als „vollen Erfolg“ bezeichnete ihn etwa die Direktorin des Deutschen Filminstituts, Claudia Dillmann (Foto r.). Das Gremium unter Ehrenvorsitz von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat künftig die Aufgabe, das Filminstitut politisch, gesellschaftlich, kulturell und finanziell zu unterstützen.
Bereits jetzt bietet das Haus zusätzlich zum Museumsbetrieb etliche Filmbildungsprojekten an – rund 100.000 Kinder und Jugendliche erreicht es nach eigenen Angaben jährlich. Denn im Schnitt finden hier vier Workshops pro Tag statt, insgesamt rund 1100 im Jahr. Darunter etwa der MiniFilmclub, in dem Vier- bis Sechsjährige sich kreativ mit Avantgardefilm auseinandersetzen. „Mit Pilotprojekten wie diesem leisten wir Pionierarbeit in der Filmbildung, national und international“, so Dillmann.
Den Fortbestand und weiteren Ausbau dieser Angebote soll das neue Kuratorium nun fördern. Bouffier betonte das integrative Potenzial der Filmbildungsarbeit: „Der Film ist ein Medium, das verbindet. Gerade deshalb ist es wichtig, junge Menschen schon früh an die Möglichkeiten des Films heranzuführen und an die Chancen für Bildung, Integration und Austausch, die er bietet.“ Das Deutsche Filminstitut leiste dazu einen wichtigen Beitrag, so der Ministerpräsident weiter. Das Land werde daher das Programm mit Workshops und Filmgesprächen bei den SchulKinoWochen Hessen unterstützen, die im März 2016 zum zehnten Mal stattfinden – mit 25.500 Euro.
Auch Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU) zeigte sich begeistert davon, „mit welcher Energie und mit welchem Nachdruck das Deutsche Filminstitut in den letzten Jahren die kulturelle Bildung mit Film vorangebracht hat.“ Das jüngste Beispiel sei der Filmclub für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. „Kulturelle Bildung ist wichtiger denn je, denn sie kann eine ungeheure Integrationskraft entfalten“, so Rhein.