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Kult-Disko in Schieflage
Living XXL beantragt Insolvenz
Die Diskothek Living XXL hat Insolvenz beantragt. Der Club ist im Untergeschoss des Gebäudes der Europäischen Zentralbank am Willy-Brandt-Platz untergebracht. Wo liegen die Gründe für den Absturz?
Die Gerüchteküche brodelte schon länger. Es laufe nicht mehr so recht mit dem Living XXL, zahlungskräftige Gäste blieben aus. Die Diskothek gehört zu den Veteranen der Frankfurter Clublandschaft, noch vor Jahren bildeten sich regelmäßig lange Schlangen, die Türsteher konnten wählerisch sein. Vorbei sind offensichtlich die Zeiten vom Afterwork-Mittwoch, den Salsa-Nächten und vielen weiteren Events, die das Living seit 15 Jahren zu den Top Adressen hat zählen lassen. Im April dieses Jahres probierte der Club mit der Partyreihe "Blue Monday" nochmal ein neues Konzept aus - protegiert vom Living-Erfinder Gerd Schüler, der einst auch das legendäre Dorian Gray am Flughafen managte. Darüber erzählt er gerne. Auf die Schwierigkeiten seines einstigen Clubs angesprochen, gibt sich Herr Schüler jedoch einsilbig. "Es gibt so viele Läden und somit immer mehr Möglichkeiten für Jugendliche ihre Freizeit zu verbringen.“ Ebenso schweigsam zeigt sich die derzeitige Geschäftsführung.
Beim Mannheimer Amtsgericht ist man da redseliger. Ja, es stimme, am 31. Juli 2013 habe die Living Eventmanagement & Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Insolvenz beantragt. Derzeit werde der Antrag geprüft. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Brühl und ist beim Gericht in Mannheim registriert.
Derzeit sind etliche Frankfurter Clubs unter Druck geraten. Die Gründe hierfür sind vielschichtig. Das vor eineinhalb Jahren eröffnete Gibson auf der Zeil lockt viele Nachtschwärmer an. Ebenso wie die vielen Off-Partys, die zahlreicher geworden sind, nachdem deren Macher mit den Behörden und Immobilienfirmen Wege suchen, Zwischennutzungen für den Clubbetrieb zu ermöglichen. So hat auch das King Kamehameha Probleme, derzeit wird nach einem neuen Konzept gefahndet - ob mit den aktuellen Machern oder ohne sie ist noch unklar.
Die Macher des Living XXL machten bei einem Gespräch mit dem Journal Frankfurt im Mai noch deutlich, dass ihnen auch das Occupy-Camp die Geschäfte vermiest habe. Wenige Meter vom Eingang des Clubs in der Taunusanlage entfernt hatten Aktivisten für fast ein Jahr ein Zeltlager aufgeschlagen, um für ihre Ziele zu werben. Vor gut einem Jahr wurde das Lager zwar geräumt, das Living-Stammpublikum aber habe sich da schon umorientiert.
Mehr zur Insolvenz des Living XXL und den derzeitigen Schwierigkeiten anderer Clubs in Frankfurt lesen Sie in der Ausgabe 18 des Journal Frankfurt - am Dienstag, 13. August, am Kiosk oder am Montagabend, 12. August, auf Tablet-PC
Beim Mannheimer Amtsgericht ist man da redseliger. Ja, es stimme, am 31. Juli 2013 habe die Living Eventmanagement & Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Insolvenz beantragt. Derzeit werde der Antrag geprüft. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Brühl und ist beim Gericht in Mannheim registriert.
Derzeit sind etliche Frankfurter Clubs unter Druck geraten. Die Gründe hierfür sind vielschichtig. Das vor eineinhalb Jahren eröffnete Gibson auf der Zeil lockt viele Nachtschwärmer an. Ebenso wie die vielen Off-Partys, die zahlreicher geworden sind, nachdem deren Macher mit den Behörden und Immobilienfirmen Wege suchen, Zwischennutzungen für den Clubbetrieb zu ermöglichen. So hat auch das King Kamehameha Probleme, derzeit wird nach einem neuen Konzept gefahndet - ob mit den aktuellen Machern oder ohne sie ist noch unklar.
Die Macher des Living XXL machten bei einem Gespräch mit dem Journal Frankfurt im Mai noch deutlich, dass ihnen auch das Occupy-Camp die Geschäfte vermiest habe. Wenige Meter vom Eingang des Clubs in der Taunusanlage entfernt hatten Aktivisten für fast ein Jahr ein Zeltlager aufgeschlagen, um für ihre Ziele zu werben. Vor gut einem Jahr wurde das Lager zwar geräumt, das Living-Stammpublikum aber habe sich da schon umorientiert.
Mehr zur Insolvenz des Living XXL und den derzeitigen Schwierigkeiten anderer Clubs in Frankfurt lesen Sie in der Ausgabe 18 des Journal Frankfurt - am Dienstag, 13. August, am Kiosk oder am Montagabend, 12. August, auf Tablet-PC
12. August 2013, 10.30 Uhr
sjb/nil/ges
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