Ausschreitungen am Opernplatz

21 Tatverdächtige namentlich identifiziert

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Nach den Ausschreitungen am Opernplatz Mitte Juli konnte die Polizei inzwischen 21 Tatverdächtige namentlich ermitteln. Neben Flaschen sollen auch Mülltonnen und ein E-Scooter geworfen worden sein.

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In der Nacht vom 18. auf den 19. Juli kam es zu heftigen Ausschreitungen am Opernplatz, bei denen fünf Polizeibeamte durch Flaschenwürfe verletzt wurden. Durch eine Öffentlichkeitsfahndung konnten nun weitere mutmaßliche Täter ermittelt werden. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag mitteilten, habe man inzwischen 21 Tatverdächtige namentlich identifizieren können. Vor der Fahndung konnten bereits zwölf mutmaßliche Täter ermittelt werden.

Das drohende Strafmaß hänge nun davon ab, was genau den jeweiligen Tatverdächtigen vorgeworfen werde und wie schwer der Tatbestand sei, so ein Sprecher der Polizei. In einem Fall werde dem Beschuldigten vorgeworfen, insgesamt 34 Flaschen, fünf Mülltonnen und einen E-Scooter geworfen zu haben. Die Ermittlungen zur Fahndung weiterer Tatverdächtiger dauern laut Polizei an. Man hoffe weiterhin auf Hinweise möglicher Zeuginnen und Zeugen.

Das öffentliche Fahnden hätte den Ermittlern viel gebracht, so der Polizeisprecher. Für die Offenlegung der Fahndungsfotos hatte die Polizei jedoch auch viel Kritik erhalten. So sagte unter anderem Martin Kliehm, Fraktionsvorsitzender der Linken im Römer, „die gering verletzten Beamten rechtfertigten keinen öffentlichen Fahndungsaufruf“.

In der besagten Julinacht war es zu heftigen Ausschreitungen auf dem Opernplatz gekommen, nachdem Einsatzkräfte vor Ort in eine Schlägerei eingegriffen hatten, um einer am Boden liegenden Person zu helfen. Mehrere Beamte wurden durch Flaschenwürfe verletzt, 39 Personen wurden vorläufig festgenommen. Wie die Polizei im Anschluss mitteilte, habe man nach der Tatnacht fast drei Tonnen Altglas aufgefunden, an einem normalen Wochenende kämen in der Regel sonst etwa 50 bis 100 Kilogramm zusammen. Als Konsequenz hatte die Stadt unter anderem eine Sperrstunde am Wochenende zwischen 1 und 5 Uhr verhängt; zudem wurden die Kontrollen verschärft. Daraufhin beruhigte sich die Lage vor Ort: Zuletzt besuchten nur noch 500 statt 5000 Personen den Platz. Seit September ist der Platz wieder regulär geöffnet.


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