Ende November ist im Cocoonclub in Fechenheim die Party endgültig vorbei. Der Insolvenzverwalter sieht nur noch geringe Chancen einen Investor zu finden, der bereit ist, den Club langfristig weiterzubetreiben.
red /
Die insolvente Cocoon-Club GmbH & Co. KG steht vor der möglichen Einstellung des Geschäftsbetriebs. Darüber hat der vorläufige Insolvenzverwalter Frank Mößle die Mitarbeiter am Mittwoch auf einer Betriebsversammlung informiert.
Frank Mößle gibt an, in den vergangenen Wochen die Zahlen des Unternehmens sehr intensiv geprüft und ein betriebswirtschaftliches Konzept erstellt zu haben, damit der Club dauerhaft erfolgreich wirtschaften kann. Doch seien die finanziell notwendigen Zahlen unter den gegenwärtigen Voraussetzungen nicht zu erreichen. "Ein langfristig, tragfähiger Geschäftsbetrieb ist angesichts der Größe und Strukturen des Clubs derzeit nicht realisierbar. Darüber hinaus wurde dem Unternehmen der Mietvertrag gekündigt, sodass die Geschäftsgrundlage für eine langfristige Fortführung des Betriebs nicht mehr gegeben ist", heißt es in einer Mitteilung des Insolvenzverwalters.
Gespräche mit möglichen Investoren würden weiterhin geführt. Bislang habe jedoch kein Investor glaubhaftes Interesse an einer Übernahme und einen entsprechenden Background darstellen können. Der Betrieb des Frankfurter Techno-Clubs läuft noch bis mindestens Ende November 2012 weiter. "Sollte jedoch kein Investor für die Gesellschaft gefunden werden, ist eine Schließung unvermeidlich", so Mößle.
Auf ihrer Facebook-Seite schreiben die Clubmacher bereits: "Leider konnten wir die drohende Schließung bis jetzt nicht abwenden und wir planen nun unsere letzte Party am 30.11. (...) Lasst uns die letzten Wochenenden noch gemeinsam Spaß haben und unserem Club einen würdigen Abschied geben."
Die Gesellschaft hatte bereits in den vergangenen Jahren kontinuierlich hohe Verluste erwirtschaftet. Mitte September 2012 meldete die Cocoon-Club GmbH Insolvenz an.