Während in einem Gerichtssaal über die Türsteher des alten Clubs geurteilt wurde, entschied das Insolvenzgericht über die weitere Nutzung des U60311. Ergebnis: Die Stadt musste eine Schlappe einstecken.
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The Show will go on: So sieht es jedenfalls der Entscheid des Insolvenzgericht Frankfurts vor. Der Club müsse nicht, wie von der Stadt gefordert, geräumt werden. Der Plan von Liegenschaftsamtsleiter Alfred Gangel war es eigentlich, nach der Schließung des U60 einige Umbauten an der Lokation in die Wege zu leiten. Die beiden Eingänge zum unterirdischen Club sollten zurückgebaut werden, einer gar komplett verschwinden. Das Vorhaben hätte zudem einige Kabelarbeiten zur Folge gehabt. Am 4. Juli sollten die Räume eigentlich schon wieder an die Stadt übergeben werden. Doch der Insolvenzverwalter, Eike Edo Happe, machte dem Liegenschaftsamt einen Strich durch die Rechnung.
Er wolle das U60311 wiedereröffnen, um "die möglichst weitgehende Erfüllung der Ansprüche der Gläubiger" erfüllen zu können. Dazu hat sich Happe den DJ Pascal F.E.O.S. Und Kerstin Eden ins Boot geholt, die dem Techno-Tempel neues Leben einhauchen sollen. Für kommendes Wochenende ist die Eröffnungsfeier geplant. Nach dem Entscheid des Insolvenzgerichts scheint es so, als würde sie nun tatsächlich stattfinden.