Tragödie im Jobcenter auf der Mainzer Landstraße 315: Eine Frau geht auf einen Polizisten los, verletzt ihn mit einem Messer schwer. Seine Kollegin greift zur Waffe - mit tödlichem Ausgang.
red /
Bei der Frau, die am Donnerstagmorgen im Jobcenter erschossen wurde, handelte es sich um eine 39-jährige Deutsche nigerianischer Herkunft. Sie war in Rage geraten, weil der Sachbearbeiter ihr das Arbeitslosengeld nicht bar auszahlen konnte. Mit einer Überweisung wollte sie sich nicht zufrieden geben. Weil die Frau laut wurde und trotz Aufforderung durch die Sicherheitsleute das Haus nicht verlassen wollte, riefen diese die Polizei. Als der 30-jährige Polizist vom vierten Revier die Frau nach ihrem Ausweis fragte, zog sie ein Messer mit elf Zentimeter langer Klinge hervor und stach auf den Mann ein. Wegen seiner Verletzungen im Bauchbereich und an den Armen sackte der Polizist zusammen. Seine Kollegin zog ihre Waffe und schoss der Frau in den Bauch. Die Messerstecherin starb eineinhalb Stunden später im Krankenhaus, der Zustand des Polizisten sei stabil. Ob die 28-jährige Polizistin in Notwehr handelte oder ob der Schuss vermeidbar gewesen wäre, ermitteln jetzt das Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft. Die Mitarbeiter des Jobcenters sind noch immer geschockt, heute und am Montag bleibt die Einrichtung geschlossen. Die Außenstelle in der Mainzer Landstraße ist in erster Linie Anlaufstelle für Wohnsitzlose und Flüchtlinge. Die Tote war mit einem deutschen verheiratet und lebte seit Mai in Frankfurt. Vorher soll sie laut FNP mit ihrem Ehemann in Aschaffenburg gelebt haben.